Wie funktioniert unser Gehirn?

Der nächste philosophische Abend steht an: Am 12. März kommt Christian Föckersberger in die Akademie zum Thema „Gehirnforschung und Philosophieren“. Unser langjähriger Trainer stellt Erkenntnisse aus der Hirnforschung vor und erklärt, wie wir diese für uns nutzen können und welche Rolle das Philosophieren dabei spielt.

Dieser Abend ist aber nicht allein seinem Vortrag gewidmet. Wie immer erhalten auch die Besucher einen aktiven Part, denn es wird philosophiert. Wer philosophiert, trainiert sein Gehirn und erhält Einblick in andere „Denkwelten“. Die Gehirnforschung und konstruktivistische Ansätze gehen davon aus, dass wir unsere Welt errechnen. Wie aus einer großen Zahlenmatrix ziehen wir uns die Informationen aus der Welt, die für uns und unser (Über-)Leben relevant sind. „Bei gleicher Umgebung lebt doch jeder in einer anderen Welt“, schrieb in diesem Sinne einmal Arthur Schopenhauer. Im philosophischen Gespräch geht es darum, diese Welten kennenzulernen und das eigene Denken zu erweitern.

 

Wann?     12. März 2020, 18 bis 21 Uhr

Wo?         Akademie für Philosophische Bildung und WerteDialog
Baierbrunner Str. 27
81379 München

Bitte reisen Sie, wenn möglich, mit der S-Bahn/Regio (Siemenswerke) bzw. mit der U-Bahn (Obersendling) an. Parkplätze sind schwer zu ergattern!

Kosten     35 Euro inkl. Catering

Anmeldung bei Prisca Wunderlich 089 44108 520

 

weitere Informationen

Autorin des Beitrags: Diana Schick

Welttag der Philosophie – WerteDialoge im Werksviertel

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Welttag der Philosophie – WerteDialoge im Werksviertel

Save the Date! Der 21. November ist dieses Jahr der Welttag der Philosophie. Wir folgen dem Aufruf der UNESCO und haben uns für diesen besonderen Tag ein hübsches Programm ausgedacht. Nachmittags philosophieren wir mit Kindern und setzen Gedanken in künstlerische Arbeiten um, wir laden zum Philosophischen SpeedDating für Jung und Alt ein, und wir stellen den Absolventen unserer Akademie die lang ersehnte Datenbank „Der Fragensammler“ vor. Aber das ist uns noch nicht genug… denn auf den Tag folgt die Nacht: Deshalb bespielen wir das Gastatelier der Whitebox auch im Rahmen der „Langen Nacht der Philosophie“. Ab 20 Uhr laden wir Euch ein zu einem WerteDialog|Zukunft mit besonderen Gästen.

Der Eintritt ist für alle Programmpunkte frei. Anmeldung ist erforderlich, bitte so schnell wie möglich, da die Teilnehmerzahl raumbedingt begrenzt ist.
Anmeldung unter fortbildungen@philosophische-bildung.de
Termin: 21. November 2019, 15-23 Uhr
Veranstaltungsort: Whitebox/Gastatelier am Ostbahnhof, München

Programmpunkte:

15:30-16:30 Uhr: Kinder philosophieren!
Referentinnen: Aylin von Platen und Petra Reuß

Sind manche Tiere mehr Wert als andere? Was wäre, wenn es keinen Streit gäbe? Was ist Zeit und warum kann man sie stehlen? An diesem Nachmittag gehen wir auf existenzielle Kinderfragen ein und philosophieren gemeinsam in großer Runde zu einem besonderen Thema.

Das Philosophische Gespräch bietet einen geschützten Raum, der frei ist von (Be-)Wertungen. So eröffnet sich die Möglichkeit, neugierig zu sein, sogar vermeintlich Selbstverständliches in Frage zu stellen und eigenständig zu denken. Kommt und lasst Euch ein auf eine spannende Reise Eurer eigenen Gedanken! Ausklingen wird der Workshop kreativ und bunt – lasst Euch überraschen!

17:00-18:15 Uhr: Speed Dating Philosophie
Referentinnen: Dr. Theres Lehn, Aylin von Platen

Was Philosophieren mit Dating zu tun hat? Philosophieren ist sexy – aber gibt Philosophieren auch konkrete Antworten auf entscheidende Fragen unseres (gesellschaftlichen) Zusammenlebens? Mit einem philosophischen SpeedDating steigen wir ein in ein Gespräch über Sinn und Sexiness, über Du und Wir, über Sosein und Anderssein. Wir begeben uns auf die Suche nach charmanten, gewinnenden, zärtlichen Antworten auf die drängenden Fragen jetzt und hier: Wie können wir auf umgrenztem Raum Freiheit leben? Wie können wir freundlich miteinander ringen? Wie werden wir ein Wir und bleiben trotzdem du und ich? Heute schaffen wir das – aber auch in der Zukunft? Wie leben wir zwischen kurzfristigem Commitment und langfristigen Beziehungen? Schließlich weiß man nie, wem man beim Philosophieren in die Arme läuft… Herauszufinden in der Langen Nacht der Philosophie, in lockerer, genussfreudiger Atmosphäre.

Die Veranstaltung findet statt im Rahmen des Wertebündnis Bayern-Projekts „Zukunft im Dialog – Werte für ein neues WIR in der Gesellschaft“; unterstützt aus dem AMIF-Fonds der EU.

18:45-19:30 Uhr: „Fragensammler“ – eine interaktive Datenbank für die philosophische Praxis geht online
Vortrag: Sinan von Stietencron

Endlich ist sie da! „Fragensammler“ – die Datenbank für die philosophische Praxis. In den vergangenen  zehn  Jahren sind im Rahmen der Zertifizierung unserer Fortbildungsteilnehmer*innen viele gute Umsetzungsideen fürs Philosophieren zusammen gekommen, außerdem besteht bei vielen von uns  schon lange der Wunsch nach einem Austausch- und Inspirations-Portal für die Praxis des Philosophierens. Wir wollten eine intuitiv nutzbare, interaktive, clevere Datenbank erfinden, aufgebaut werden konnte sie jetzt mit dem Themenschwerpunkt Wertebildung im Rahmen des Projekts „Werte.Dialog.Integration.“, unterstützt von den Bayerischen Ministerien für Soziales und für Integration sowie vom Wertebündnis Bayern. „Fragensammler“ verführt die User zum Spielen: Einstiege, Fragestellungen, Schlagworte, Themen können zu neuen Ideen für philosophische Einheiten kombiniert werden, erprobte Einheiten (inklusive Material) können einfach heruntergeladen werden. Parallel laden wir alle Nutzer ein, selbst Fragensammler*in zu werden und eigene Erfahrungen auf der Plattform zu teilen. Um die Entstehung und die daran Beteiligten (also auch alle Absolventen, die uns ihre Praxiseinheiten überlassen haben) zu würdigen und zu feiern, möchten wir „Fragensammler“ am Welttag der Philosophie 2019 offiziell online gehen lassen.

Alle Interessierten, Philosophierenden, Fragensammler*innen sind herzlich zur Vorstellung
eingeladen. Werte.Dialog.Integration ist ein Projekt des Wertebündnis Bayern; unterstützt
vom Bayerischen Ministerium des Inneren, für Sport und Integration.

20:00-23:00 Uhr: WerteDialog|Zukunft: Welche Nachhaltigkeit braucht unsere Welt?- Ein philosophischer Abend mit Gästen
Referentinnen: Julia Blum-Linke, Dr. Theres Lehn

Nachhaltig handeln, nachhaltig denken, nachhaltig konsumieren … Füttern wir eine Gebetsmühle? Wann kommen wir ins Handeln, welche Hürden von Schuld und Gewissen müssen wir überwinden? Oder handeln wir schon längst? Wir haben drei Gäste eingeladen, die sich mit uns in den philosophischen Dialog begeben über nachhaltige Erfahrungen und Werte , über Reden und Handeln und darüber, wann Nachhaltigkeit zum Lebensprinzip wird: Uwe Lübbermann (Unternehmer, premium-cola), Robert J. Kozljanic (Philosoph und Verleger, Albunea-Verlag) und Etienne Denk (Fridays for Future, Gruppe München). Über Allem und vor Allem steht die große, einfache Frage: Wie wollen wir leben? Wenn wir unseren Standpunkt kennen, können wir entsprechend handeln. Im Anschluss an das philosophische Nachtgespräch können sich die Teilnehmer*innen in DenkWertStätten mit den Gästen persönlich austauschen und sich gegenseitig Tipps für die Praxis des Lebens geben…

Der WerteDialog|Zukunft ist ein Projekt des Wertebündnis Bayern.

 

Münchner Klimaherbst

Der Münchner Klimaherbst ist schon voll im Gange! Vom 8.10 – 01.11.2019 finden zahlreiche Veranstaltungen rund um das Thema „Verkehrswende“ statt – und wir sind mit dabei!

Viele Menschen bewegen sich tagtäglich in München – aus unterschiedlichsten Beweggründen und mit unterschiedlichen Fortbewegungsmitteln. Vieles funktioniert hier gut, doch vieles könnte auch noch viel besser laufen – und vor allem: klimafreundlicher! Der Münchner Klimaherbst will 2019 mit verschiedensten Veranstaltungsformaten diese Themen und Visionen beleuchten und damit einen gesellschaftlichen Diskurs, der ohnehin bereits in München tagtäglich geführt wird, in Hinblick auf den Klimaschutz verstärken.

Die Akademie möchte euch herzlich im Rahmen des Klimaherbstes zu zwei Veranstaltungen einladen:

 

Philosophisches Gespräch: Autofreie Innenstadt – Münchens Zukunft?

24. Oktober, 14:00–16:00 Uhr, 10€ Eintritt

Hier geht es um Eure Meinung und Eure Erfahrungen! In einem philosophischen Gespräch gehen wir der Frage nach: »Was macht eine lebenswerte Stadt aus? Und welche Rolle spielt Mobilität dabei?«. Das Philosophieren ist eine Gesprächstechnik, bei der im Dialog andere Perspektiven eingenommen und neue Ideen entwickelt werden. Das Gespräch ist ergebnisoffen und lebt von unterschiedlichen Sichtweisen, Gedankenexperimenten, Argumenten und dem wertschätzenden Austausch von Meinungen.

 

Schnupperfortbildung: Philosophische Gespräche moderieren lernen

24. Oktober, 17:00–19:00 Uhr, 10€ Eintritt

»Auto vs. Fahrrad« – ausgehend von der aktuellen Lage werden wir über die Frage »Wie wirkt mein Tun in der Welt?« philosophieren. Philosophieren ist ein Bildungsansatz, der Kinder und Jugendliche dort abholt, wo sie stehen und sie zum Selbstdenken, Weiterdenken und Handeln ermutigt. Der Workshop Junge Vor!Denker zeigt, wie man philosophische Gespräche mit Kindern und Jugendlichen über Nachhaltigkeit und Zukunft moderieren kann. Er richtet sich an Lehrkräfte, ErzieherInnen und Pädagog*innen aus dem Bereich Umweltbildung/BNE.

Anmeldung bis zum 21.10. per Email an akademie@philosophische-bildung.de

Im Sinne des Lebens – Ein philosophischer Abend

Was macht für dich das Leben sinnvoll?

Jeder Mensch würde diese Frage wohl verschieden beantworten – für den einen geht es im Leben darum, möglichst viel Geld zu verdienen, für einen anderen geht es darum, frei zu sein und für einen dritten Mensch liegt der Sinn des Lebens darin, in einer Gemeinschaft zu leben. Benjamin Andrea hat in seinem Buch „Die Sinne des Lebens“ die häufigsten Antworten von Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf diese Frage gesammelt und die verschiedenen Ansätze und Ideen mit Hilfe von philosophischen Theorien herausgearbeitet. Das Ergebnis ist ein positives, in klarer Sprache geschriebenes Buch darüber, welche Berufe und Lebensweisen geeignet sind, um ein sinnvolles Leben zu führen.

 

Am 24. Oktober kommt der Autor – Benjamin Andrea – zu uns und stellt uns im Rahmen eines philosophischen Abends sein Buch vor. Dabei wird er insbesondere ein Augenmerk auf konkrete Ansätze und Lebensweisen, die geeignet sind, um ein sinnvolles Leben zu führen, legen. Außerdem bietet der Abend auch den Raum und die Möglichkeit, eine persönliche Antwort auf die Frage „Was ist dein Sinn des Lebens?“ zu finden.

Benjamin Andrae arbeitet als Unternehmensberater und besitzt ein Diplom in theoretischer Physik. 2014 promovierte er an der Hochschule für Philosophie München im Bereich der analytischen Philosophie des Geistes.

 

 

Dauer: 3 Stunden, von 18 bis 21 Uhr

Information und Anmeldung unter 089/44108 520 oder per Email an Prisca Wunderlich.

Seminargebühr: 35 Euro (inkl. Snacks)

 

Autorin des Beitrags: Diana Schick

Philosophieren in der Gedankenschmiede

Friede ist nicht Abwesenheit von Krieg.
Friede ist eine Tugend, eine Geisteshaltung,
eine Neigung zu Güte, Vertrauen und Gerechtigkeit.

 

Baruch de Spinoza (1632 – 1677), eigentlich Benedictus d’Espinoza,
holländischer Philosoph (Baruch = Schüler des Propheten Jeremias)

 

Bewahre zuerst Frieden und Ordnung in dir selber,
dann magst du auch Frieden und Ordnung in andern herstellen.

Thomas von Kempen (1379/80 – 1471)

 

Was ist Friede? Und wie bekommen wir ihn?

Die Teilnehmer*innen unseres philosophisches Café „Gedankenschmiede“ im HEi München wollten sich diesen Fragen stellen.

Friede bedeutet Harmonie, Friede ist kein Zustand sondern ist dynamisch und kann einen Weg bedeuten, auf dem der einzelne Mensch voran geht. Weiter bedeutet Friede nicht Gleichheit oder die gleiche Aufteilung von Ressourcen, sondern vielmehr die gleichwertige Berücksichtigung von Bedürfnissen. Soweit zu den Elementen die eine Definition des Wortes Frieden nach Meinung der PhilosophInnen des Abends enthalten sollte. Das der Frieden nicht entscheidend von der Menge des eigenen Besitzes abhängt, darin war sich die Gruppe ebenfalls einig. Doch wie viele Personen braucht es für den Frieden?

Und kann überhaupt Frieden in einer Gesellschaft oder zwischen Staaten herrschen, wenn die Bedürfnisse ihrer einzelnen Mitglieder nicht be-friedigt sind? Ein Teilnehmer merkte an, dass große gesellschaftliche Fortschritte des Menschen nicht durch Frieden entstanden sind, sondern durch das Aufstehen und Chaos stiften gegen alte vermeintlich ordnende und friedengebende Strukturen. Also ist Frieden doch nicht das höchste Gut?

Frieden kann nur dort gelingen, wo es keine Gier gibt. Die alten Sprichwörter „Der Klügere gibt nach“, oder nachgeben um des lieben Friedens willen, kommen dabei nicht von ungefähr.

Doch kann man Frieden haben, wenn ein anderer aktiv das Gegenteil möchte?

Zum Schluss fragte die Gesprächsleitung wie es eigentlich mit dem inneren Frieden aussähe. Dabei wurden den Teilnehmer*innen zwei Dinge wichtig. Der Vergleich mit anderen führt zu Unfrieden, weil der Mensch dazu neigt aufzuschauen, zu dem was er nicht hat, anstatt dem Beachtung zu schenken, worüber er bereits verfügt. Demut, Dankbarkeit und Liebe für den anderen sind Eigenschaften die hier mehr Beachtung finden müssen. Des Weiteren kann der Mensch mit bestimmten Eigenschaften seiner selbst im Unfrieden sein, doch durch das Akzeptieren und das Anerkennen dieser, trotz allem inneren Frieden haben.

Nicht auf alle gestellten Fragen konnte an diesem Abend eine Antwort gefunden werden. Aber das Einzigartige an der Philosophie ist eben auch, dass es auf manche Fragen keine letztgültige Antwort gibt. So müssen wir nicht dem folgen, was große Philosophen gesagt haben, sondern sind frei selbst zu philosophieren und unsere eigenen Antworten zu finden.

 

Das nächste Treffen in unserer Gedankenschmiede steht auch schon fest. Am 14.05.2018 ab 19:00 Uhr. Jeder der Lust hat, über die großen Fragen nachzudenken und das gemeinsam mit anderen zu tun, ist herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Weitere Termine (jeweils ab 19 Uhr):

  • 11. Juni 2018
  • 9. Juli 2018
  • 13. August 2018
  • 10. September 2018

 

 

 

 

 

Gedankenschmiede: Was ist Wissen?

Von Aylin

Wie an jedem zweiten Montag im Monat fand am 12.03.2018 das Philosophische Café im HEi statt.

Das HEi ist ein Ort, an dem man selber Dinge erschafft, sei es in der Schreinerei, beim Töpfern oder in der Schmiede. Auch das Ziel der Gedankenschmiede ist es, selbst etwas zu erschaffen – und zwar mit Hilfe der Gedanken.

Das Selbst-Denken steht im Mittelpunkt, aber andere Blickwinkel und Meinungen zu betrachten, hilft beim Überdenken der eigenen Ansichten. Zusammen gehen wir auf die Suche nach den Antworten auf die großen Fragen im Leben und verlassen die Runde oftmals mit noch mehr Fragen wie zu Beginn. Aber das ist doch das Schöne an der Philosophie – sie ist Praxis und Prozess, an dem jeder reift.

Am Anfang stand diesmal die Frage: „Haben wir ein Recht auf Unwissenheit?“ Mit Blick auf die heutige Entwicklung in der Informationsgesellschaft und vor allem auf den technischen Fortschritt eine spannende Frage. Um sich einer Antwort anzunähern, ergab sich zunächst eine andere Frage: „Was ist eigentlich Wissen?“

Schnell wurde klar, dass der Begriff des Wissens signifikant für das 21. Jahrhundert ist, doch nur sehr schwer zu greifen. Können wir denn wirklich etwas wissen oder handelt es sich vielmehr um Meinungen mit guten Begründungen? Neue Begründungen führen zu neuem Wissen. Die Erde wurde auch nicht immer als Kugel angesehen.

Verschiedene Aspekte des Wissensbegriffs wurden im Laufe des Gesprächs hervorgehoben. Es scheint ein Unterschied zu existieren zwischen dem Wissen, das relativ ist, von jedem anders begriffen werden kann, oder dem Wissen, das metaphysischer Natur ist und daher nur mit Vermutungen oder Intuition beschrieben werden kann.

Da sich auch einige Naturwissenschaftler in der Runde befanden, wurde ein weiteres Wissen definiert, das absolute und objektive Wissen, welches dem relativen und subjektiven Wissen entgegen steht. Dieses Wissen ist gekennzeichnet durch Begründungszusammenhänge, die unanfechtbar und vor allem neutral sind.

Schnell führte das Gespräch zu der Einsicht, dass nicht das Wissen ein Problem darstellt, sondern vielmehr, wie man dieses Wissen auslegt. Mit Wissen geht auch Verantwortung einher, so ist der richtige Umgang mit dem Wissen maßstäblich für ein werteorientiertes Handeln.

Ein schönes Beispiel wurde genannt, welches dies unterstreicht. In einem Kochkurs erhielten beide Gruppen das gleiche Rezept, also das Wissen darüber, wie etwas zubereitet wird. Obwohl beide Teams über das selbe Wissen und die selben Zutaten verfügten, unterschied sich das Gericht der beiden Gruppen.

Wissen scheint neutral zu sein, doch die Auslegung, Vermittlung und Verarbeitung hingegen subjektiv.

Abschließend wurde festgehalten, dass es wichtig ist, sich WAHRES Wissen anzueignen. Die Betonung auf „wahr“ ist hinsichtlich der Fake News und Propaganda selbstredend.

Der nächste Schritt ist der der Meinungsbildung. Wie gehe ich mit dem Wissen um? Oftmals werden Meinungen nur angehört, um anschließend übernommen zu werden. Der Prozess der Meinungsbildung ist weitaus umfänglicher. Urteilskraft, kritische Auseinandersetzung und Reflexion sind wichtige Bedingungen und möglicherweise ist ja auch das Recht auf Unwissenheit eine gute Bedingung für diesen Prozess.

Das nächste Treffen in unserer Gedankenschmiede steht auch schon fest. Am 12.03.2018 ab 19:00 Uhr. Jeder der Lust hat, über die großen Fragen nachzudenken und das gemeinsam mit anderen zu tun, ist herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.