Save the Date! Netzwerktreffen 13. Dezember 2019 in Filderstadt

Aloha liebe Freunde der Philosophischen Gesprächsführung,

am 13. Dezember 2019 wird im Rahmen des Projekts „Kinder philosophieren in Baden-Württemberg“, das durch die Karl Schlecht Stiftung gefördert wird, ein Netzwerktreffen stattfinden. Herzliche Einladung an Euch alle!

Die Kinderphilosophin Maria Rüdisser wird u.a. einen Impulsvortrag halten zur Modellschule auf Hawaii. Sie war selbst bereits mehrfach vor Ort. Anschließend stellt sie den  von Thomas E. Jackson in der Südsee entwickelten Ansatz des Philosophierens mit Kindern und Jugendlichen „p4c Hawai’i“ vor. Dieser Ansatz soll dann im Philosophischen Gespräch erlebbar werden.

Geplant ist außerdem die Vorstellung des Folgeprojekts „Die Philosophierende Schule“ (2020/2021), das ebenfalls durch die Karl Schlecht Stiftung finanziert wird. Ausklingen wird der Abend mit einem kollegialen Austausch.

Für Essen und Trinken ist gesorgt.

Wann:                 13. Dezember 2019, 14:00-19:00 Uhr

Wo:                      FILUM Musikschule Filderstadt: Poltawastraße 5, 70794 Filderstadt

Anmeldung:     Um eine verbindliche Anmeldung per E-Mail (elisabeth.ellenrieder@philosophische-bildung.de) wird gebeten bis 01. Dezember 2019. Wir erheben keine Teilnahmegebühr, müssen allerdings die Kosten für die Verpflegung mit voraussichtlich 15 Euro pro Person in Rechnung stellen. Wir bitten um Euer Verständnis.

Aloha… Wir freuen uns auf Euch!!

Freie Plätze für die Trainerausbildung 2020/2021

Liebe Freunde der philosophischen Gesprächsführung,

es gibt noch freie Plätzte für unsere hochklassige Trainerausbildung, die im Februar 2020 ihren Anfang nehmen wird.

Voraussetzungen für eine Anmeldung sind das Absolvieren unserer Zusatzausbildung und eine Erfahrung von idealerweise ca. einem Jahr im Philosophieren mit unterschiedlichen Zielgruppen.

Ob Ihnen Module erlassen werden können, wird im Einzelfall geprüft, infrage kommen z.B. ein Philosophiestudium für Module D1 bis D3 oder vergleichbare Fortbildungen im Modul B. Die Module A, C und E sind verpflichtend.

Alle weiteren wichtigen Informationen zu Inhalten, Terminen und Kosten sowie zur Anmeldung und Ihrem persönlichen Ansprechpartner finden Sie hier.

 

Für Personen, die in Baden-Württemberg arbeiten und/oder wohnen gilt folgende glückliche Besonderheit: 

Die Karl Schlecht Stiftung wird im Rahmen des Projekts „Die Philosophierende Schule“ (2020/2021) zwei Trainer-Ausbildungsplätze für Teilnehmer*innen aus Baden-Württemberg kofinanzieren.
Konkret bedeutet dies, dass Sie lediglich für 1000,- Euro plus die gesamten Kosten für Übernachtung und Verpflegung selbst aufkommen müssen, die restlichen Schulungsgebühren übernimmt erfreulicher Weise die Karl Schlecht Stiftung.

Bitte bewerben Sie sich bei Interesse so schnell wie möglich per E-Mail (elisabeth.ellenrieder@philosophische-bildung.de) auf dieses wunderbare Angebot – spätestens jedoch bitte bis 15. Dezember 2019!
Wir werden über die Vergabe der beiden Plätze in der Woche vom 16. Dezember entscheiden und uns dann umgehend bei Ihnen melden.

 

 

 

 

 

 

Wie funktioniert unser Gehirn?

Der nächste philosophische Abend steht an: Am 12. März kommt Christian Föckersberger in die Akademie zum Thema „Gehirnforschung und Philosophieren“. Unser langjähriger Trainer stellt Erkenntnisse aus der Hirnforschung vor und erklärt, wie wir diese für uns nutzen können und welche Rolle das Philosophieren dabei spielt.

Dieser Abend ist aber nicht allein seinem Vortrag gewidmet. Wie immer erhalten auch die Besucher einen aktiven Part, denn es wird philosophiert. Wer philosophiert, trainiert sein Gehirn und erhält Einblick in andere „Denkwelten“. Die Gehirnforschung und konstruktivistische Ansätze gehen davon aus, dass wir unsere Welt errechnen. Wie aus einer großen Zahlenmatrix ziehen wir uns die Informationen aus der Welt, die für uns und unser (Über-)Leben relevant sind. „Bei gleicher Umgebung lebt doch jeder in einer anderen Welt“, schrieb in diesem Sinne einmal Arthur Schopenhauer. Im philosophischen Gespräch geht es darum, diese Welten kennenzulernen und das eigene Denken zu erweitern.

 

Wann?     12. März 2020, 18 bis 21 Uhr

Wo?         Akademie für Philosophische Bildung und WerteDialog
Baierbrunner Str. 27
81379 München

Bitte reisen Sie, wenn möglich, mit der S-Bahn/Regio (Siemenswerke) bzw. mit der U-Bahn (Obersendling) an. Parkplätze sind schwer zu ergattern!

Kosten     35 Euro inkl. Catering

Anmeldung bei Prisca Wunderlich 089 44108 520

 

weitere Informationen

Welttag der Philosophie – WerteDialoge im Werksviertel

0Wochen0Tage0Stunden0Minuten0Sekunden

Welttag der Philosophie – WerteDialoge im Werksviertel

Save the Date! Der 21. November ist dieses Jahr der Welttag der Philosophie. Wir folgen dem Aufruf der UNESCO und haben uns für diesen besonderen Tag ein hübsches Programm ausgedacht. Nachmittags philosophieren wir mit Kindern und setzen Gedanken in künstlerische Arbeiten um, wir laden zum Philosophischen SpeedDating für Jung und Alt ein, und wir stellen den Absolventen unserer Akademie die lang ersehnte Datenbank „Der Fragensammler“ vor. Aber das ist uns noch nicht genug… denn auf den Tag folgt die Nacht: Deshalb bespielen wir das Gastatelier der Whitebox auch im Rahmen der „Langen Nacht der Philosophie“. Ab 20 Uhr laden wir Euch ein zu einem WerteDialog|Zukunft mit besonderen Gästen.

Der Eintritt ist für alle Programmpunkte frei. Anmeldung ist erforderlich, bitte so schnell wie möglich, da die Teilnehmerzahl raumbedingt begrenzt ist.
Anmeldung unter fortbildungen@philosophische-bildung.de
Termin: 21. November 2019, 15-23 Uhr
Veranstaltungsort: Whitebox/Gastatelier am Ostbahnhof, München

Programmpunkte:

15:30-16:30 Uhr: Kinder philosophieren!
Referentinnen: Aylin von Platen und Petra Reuß

Sind manche Tiere mehr Wert als andere? Was wäre, wenn es keinen Streit gäbe? Was ist Zeit und warum kann man sie stehlen? An diesem Nachmittag gehen wir auf existenzielle Kinderfragen ein und philosophieren gemeinsam in großer Runde zu einem besonderen Thema.

Das Philosophische Gespräch bietet einen geschützten Raum, der frei ist von (Be-)Wertungen. So eröffnet sich die Möglichkeit, neugierig zu sein, sogar vermeintlich Selbstverständliches in Frage zu stellen und eigenständig zu denken. Kommt und lasst Euch ein auf eine spannende Reise Eurer eigenen Gedanken! Ausklingen wird der Workshop kreativ und bunt – lasst Euch überraschen!

17:00-18:15 Uhr: Speed Dating Philosophie
Referentinnen: Dr. Theres Lehn, Aylin von Platen

Was Philosophieren mit Dating zu tun hat? Philosophieren ist sexy – aber gibt Philosophieren auch konkrete Antworten auf entscheidende Fragen unseres (gesellschaftlichen) Zusammenlebens? Mit einem philosophischen SpeedDating steigen wir ein in ein Gespräch über Sinn und Sexiness, über Du und Wir, über Sosein und Anderssein. Wir begeben uns auf die Suche nach charmanten, gewinnenden, zärtlichen Antworten auf die drängenden Fragen jetzt und hier: Wie können wir auf umgrenztem Raum Freiheit leben? Wie können wir freundlich miteinander ringen? Wie werden wir ein Wir und bleiben trotzdem du und ich? Heute schaffen wir das – aber auch in der Zukunft? Wie leben wir zwischen kurzfristigem Commitment und langfristigen Beziehungen? Schließlich weiß man nie, wem man beim Philosophieren in die Arme läuft… Herauszufinden in der Langen Nacht der Philosophie, in lockerer, genussfreudiger Atmosphäre.

Die Veranstaltung findet statt im Rahmen des Wertebündnis Bayern-Projekts „Zukunft im Dialog – Werte für ein neues WIR in der Gesellschaft“; unterstützt aus dem AMIF-Fonds der EU.

18:45-19:30 Uhr: „Fragensammler“ – eine interaktive Datenbank für die philosophische Praxis geht online
Vortrag: Sinan von Stietencron

Endlich ist sie da! „Fragensammler“ – die Datenbank für die philosophische Praxis. In den vergangenen  zehn  Jahren sind im Rahmen der Zertifizierung unserer Fortbildungsteilnehmer*innen viele gute Umsetzungsideen fürs Philosophieren zusammen gekommen, außerdem besteht bei vielen von uns  schon lange der Wunsch nach einem Austausch- und Inspirations-Portal für die Praxis des Philosophierens. Wir wollten eine intuitiv nutzbare, interaktive, clevere Datenbank erfinden, aufgebaut werden konnte sie jetzt mit dem Themenschwerpunkt Wertebildung im Rahmen des Projekts „Werte.Dialog.Integration.“, unterstützt von den Bayerischen Ministerien für Soziales und für Integration sowie vom Wertebündnis Bayern. „Fragensammler“ verführt die User zum Spielen: Einstiege, Fragestellungen, Schlagworte, Themen können zu neuen Ideen für philosophische Einheiten kombiniert werden, erprobte Einheiten (inklusive Material) können einfach heruntergeladen werden. Parallel laden wir alle Nutzer ein, selbst Fragensammler*in zu werden und eigene Erfahrungen auf der Plattform zu teilen. Um die Entstehung und die daran Beteiligten (also auch alle Absolventen, die uns ihre Praxiseinheiten überlassen haben) zu würdigen und zu feiern, möchten wir „Fragensammler“ am Welttag der Philosophie 2019 offiziell online gehen lassen.

Alle Interessierten, Philosophierenden, Fragensammler*innen sind herzlich zur Vorstellung
eingeladen. Werte.Dialog.Integration ist ein Projekt des Wertebündnis Bayern; unterstützt
vom Bayerischen Ministerium des Inneren, für Sport und Integration.

20:00-23:00 Uhr: WerteDialog|Zukunft: Welche Nachhaltigkeit braucht unsere Welt?- Ein philosophischer Abend mit Gästen
Referentinnen: Julia Blum-Linke, Dr. Theres Lehn

Nachhaltig handeln, nachhaltig denken, nachhaltig konsumieren … Füttern wir eine Gebetsmühle? Wann kommen wir ins Handeln, welche Hürden von Schuld und Gewissen müssen wir überwinden? Oder handeln wir schon längst? Wir haben drei Gäste eingeladen, die sich mit uns in den philosophischen Dialog begeben über nachhaltige Erfahrungen und Werte , über Reden und Handeln und darüber, wann Nachhaltigkeit zum Lebensprinzip wird: Uwe Lübbermann (Unternehmer, premium-cola), Robert J. Kozljanic (Philosoph und Verleger, Albunea-Verlag) und Etienne Denk (Fridays for Future, Gruppe München). Über Allem und vor Allem steht die große, einfache Frage: Wie wollen wir leben? Wenn wir unseren Standpunkt kennen, können wir entsprechend handeln. Im Anschluss an das philosophische Nachtgespräch können sich die Teilnehmer*innen in DenkWertStätten mit den Gästen persönlich austauschen und sich gegenseitig Tipps für die Praxis des Lebens geben…

Der WerteDialog|Zukunft ist ein Projekt des Wertebündnis Bayern.

 

Im Sinne des Lebens – Ein philosophischer Abend

Was macht für dich das Leben sinnvoll?

Jeder Mensch würde diese Frage wohl verschieden beantworten – für den einen geht es im Leben darum, möglichst viel Geld zu verdienen, für einen anderen geht es darum, frei zu sein und für einen dritten Mensch liegt der Sinn des Lebens darin, in einer Gemeinschaft zu leben. Benjamin Andrea hat in seinem Buch „Die Sinne des Lebens“ die häufigsten Antworten von Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf diese Frage gesammelt und die verschiedenen Ansätze und Ideen mit Hilfe von philosophischen Theorien herausgearbeitet. Das Ergebnis ist ein positives, in klarer Sprache geschriebenes Buch darüber, welche Berufe und Lebensweisen geeignet sind, um ein sinnvolles Leben zu führen.

 

Am 24. Oktober kommt der Autor – Benjamin Andrea – zu uns und stellt uns im Rahmen eines philosophischen Abends sein Buch vor. Dabei wird er insbesondere ein Augenmerk auf konkrete Ansätze und Lebensweisen, die geeignet sind, um ein sinnvolles Leben zu führen, legen. Außerdem bietet der Abend auch den Raum und die Möglichkeit, eine persönliche Antwort auf die Frage „Was ist dein Sinn des Lebens?“ zu finden.

Benjamin Andrae arbeitet als Unternehmensberater und besitzt ein Diplom in theoretischer Physik. 2014 promovierte er an der Hochschule für Philosophie München im Bereich der analytischen Philosophie des Geistes.

 

 

Dauer: 3 Stunden, von 18 bis 21 Uhr

Information und Anmeldung unter 089/44108 520 oder per Email an Prisca Wunderlich.

Seminargebühr: 35 Euro (inkl. Snacks)

Philosophie kompakt

Ist wirklich alles relativ? Oder gibt es einen absoluten Ursprung? Und was fasziniert uns so am Schönen? Wer die Ideen großer Denker kennenlernen möchte, sollte die Seminarreihe „Zugänge zur Philosophie“ besuchen. Unser Referententeam erklärt hier kompakt und anschaulich die Welt der Philosophie.

Das nächste Seminar findet am 28. und 29. September im Aventinum in Abensberg statt. Sie lernen die Bereiche Ethik (Schön und Gut) und Religion bzw. Metaphysik (Absolut und Relativ) kennen. Außerdem bekommen Sie neue Denkwerkzeuge an die Hand: Dilemmata und Methoden der Meditation in der Philosophie.

 

Wann?     28. und 29. September 2019

Wo?         Aventinum in Abensberg

Kosten     300 Euro (zzgl. Verpflegung und Übernachtung)

Information und Anmeldung bei Christophe Rude

Dieses Seminar über FIBS buchen: E154-0/19/171

weitere Informationen

Neue Reihe mit der Stiftung Weltethos

Im Juli startet unsere staatlich geförderte Zusatzausbildung „Philosophieren über Werte im interkulturellen Dialog“. Für diese neue Werte-Reihe haben wir uns mit der Stiftung Weltethos zusammengetan und eine Ausbildung entwickelt für alle, die im interkulturellen Kontext arbeiten. Die zentralen Fragen haben wir gemeinsam mit der Stiftung noch einmal genauer angeschaut: Woher kommen unsere Werte? Was eint und was trennt Menschen? Unter welchen Bedingungen entwickeln sich Freiräume in Gemeinschaften? In den vier Modulen geht es aber nicht nur um gesellschaftliche Wertesysteme. Vor allem wird uns die Frage beschäftigen: Was ist für mich wichtig und wertvoll? Und: Was setze ich tatsächlich um, wovon rede und träume ich nur?

Die Zusatzausbildung startet

Gefördert wird die Reihe vom Bayerischen Ministerium des Innern, für Sport und Integration sowie von der Stiftung Wertebündnis Bayern. Hier finden Sie alle Daten und Informationen in der Übersicht.

Werte.Dialog.Integration – ein Blick hinter die Kulissen

Wie kommt man in den Dialog mit Menschen unterschiedlicher Herkunft und wie fördert man das Verständnis füreinander? Bereits im dritten Jahr gehen wir mit dem Projekt Werte.Dialog.Integration dieser Frage nach. Im Laufe des Projekts haben wir schon mit ganz unterschiedlichen Menschen über Heimat, Leben, Werte philosophiert.

Ein paar Beispiele: die Frage „Was ist wirklich wichtig im Leben?“ beginnt bei der Betrachtung der eigenen Werte. Sie eröffnet aber ein Feld, das sich zwischen Familie, Mut, Vertrauen, Freiheit, Geld, Arbeit aufspannt. „Was ist ein Wert? Und sind Werte verhandelbar?“ lässt eine Überprüfung des eigenen Standpunkts zu: Wovon spreche ich, wenn ich von Werten rede? Verstehe ich, was mein Gegenüber meint? Bezogen auf die Zukunft stellt sich die Frage „Wie will ich, wie wollen wir leben?“ als große Herausforderung dar: Finden wir eine gemeinsame Richtung – einen „Kanon der Werte“ – der mit uns wächst und an dem wir uns orientieren können? Und worum lohnt es sich, zu ringen?

Die Zusatzausbildung „Philosophieren über Werte im interkulturellen Dialog“ greift diese Erfahrungen auf und beantwortet die Frage: Wie moderiere ich ein philosophisches Gespräch, in dem sich unterschiedliche Wertesysteme begegnen?  Das Besondere an den WerteDialogen: Auch wenn vehement argumentiert wird, geht es weniger um die Verteidigung einer Ansicht, als um das Verstehen. Die Sicht geht weg vom Ich und eröffnet Raum für die Frage: Wie genau und warum denkt und fühlt der andere so? Der WerteDialog ist ein Ort der Begegnung von Menschen unterschiedlicher Herkunft, verschiedener Generationen oder mit entgegengesetzten Standpunkten. Als Kulturtechnik greift er daher überall dort, wo Menschen ernsthaft um ein Miteinander ringen.

 

New Work, Stress und die Frage: Was tue ich hier eigentlich!?

Der erste WerteDialog.Zukunft hat über 25 Menschen aus dem Wertebündnis-Kontext und darüber hinaus zu einem gemeinsamen philosophischen Abend zusammengeführt. Thema des ersten WerteDialog.Zukunft: „New Work und Stressmanagement“. Den Impuls für den gemeinsamen WerteDialog gab Silke Wolf mit ihrem Kurzvortrag „Ménage-à-trois: Wie der Bestseller ‚Eine kurze Geschichte der Menschheit‘, New Work und Agilität zueinander stehen“. Wolf, die Mathematik studiert und viele Jahre als IT-Consultant tätig war, arbeitet heute als Coach und Beraterin u.a. für Menschen, die sich nach Burnout-Phasen neu orientieren.

Sinnsuche gegen Burnout

Kern des Vortrags war die Vorstellung des NLP-Modells, also der hierarchisch gegliederten Denk-Ebenen nach Robert Dilts, die sich wechselseitig beeinflussen, bspw.: Umwelt, Verhalten, Fähigkeiten, Identität, Zugehörigkeit, Spiritualität (die Frage nach dem Sinn). In Bezug auf die in der Welt der New Work geforderte stete Beweglichkeit und Anpassungsfähigkeit („agility“) und die damit einhergehende Überforderung vieler Menschen, schlug Wolf vor, Dilts‘ Pyramide umzudrehen: Die erste Frage, die man stellen sollte, sei die Frage nach dem Sinn! Sie erklärte, dass Menschen, die in einen Burnout geraten, nicht selten zuletzt über den Sinn ihrer Arbeit nachdenken. Irgendwann aber käme die Frage auf: „Was tue ich hier eigentlich?!“ – eine Tatsache, die das innere Ausbrennen befeuern und zum persönlichen Zusammenbruch führen könne. Insbesondere dann, wenn es um Veränderungsprozesse in der Arbeitswelt gehe und „agility“ gefordert sei, sei es hilfreich, beim Sinn zu beginnen. Erst dann solle man z.B. nach den persönlichen Fähigkeiten oder dem Arbeitswelt-Kontext fragen. Anstelle eines reaktiven Verhaltens sei in Zeiten der Veränderung also ein proaktives Agieren gefragt. Dazu gehörten „Veränderungskompetenzen“, die u.a. die Bereitschaft zur Mitgestaltung und die Lust am Umdenken voraussetzen. In diesem Zusammenhang fiel der Begriff eines „agilen“, also beweglichen und veränderbaren, Wertesystems. Bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern provozierte dieser Begriff die Frage, ob denn ein solches erstrebenswert sei. Dieser Fragestellung wurde im philosophischen Wertedialog nachgegangen.

Ist ein „agiles“ Wertesystem erstrebenswert?

Das Wort „agil“ stammt aus der Programmier-Welt. Es beschreibt die Anpassungsfähigkeit von Systemen, die deren Überleben sichert. Im normalen Sprachgebrauch beschreibt es jemanden, der trotz hohen Alters noch beweglich ist. Aber: Gibt es ein agiles Wertesystem? Oder ist das ein Widerspruch in sich? Und wenn ja, ist dieses wirklich erstrebenswert?

Weitere Fragestellungen, die aus dem Publikum in Reaktion auf Wolfs Impulsvortrag kamen:

Inwieweit sind Menschen selbstbestimmt?

Wieso machen Veränderungen Angst?

Brauchen wir für agiles Handeln nicht eine andere Fehlerkultur?

Ist der Mensch ein Algorithmus?

Muss ich mich ändern oder bin ich ok und die Umwelt muss sich ändern?

Was machen wir, wenn es nichts mehr zu optimieren gibt?

Der Abend fand einen bewegten Ausklang am Buffett. An den vielen Gesprächen, die sich hier entspannen, war zu spüren, dass das Thema und der Vortrag von Silke Wolf viel Stoff zum Austausch bot.

 

Der nächste WerteDialog.Zukunft findet nach den Sommerferien statt. Die Wertebündnispartner sind eingeladen, ihre Anregungen oder Vorschläge für Impulsgeber (möglichst bis Ende Juni) an stiftung@wertebuendnis-bayern.de zu schicken.

Die nächste Zusatzausbildung „Philosophieren über Werte im interkulturellen Dialog“ startet am 11. und 12. Juli in Bamberg.

Grundschule – und dann?

Berufsorientierung jetzt auch in der Grundschule? Muss das sein? „Grundschule- und dann? Viele Wege führen zum Traumberuf.“ Zu diesem Thema tagte das Referat für Bildung und Sport in der Münchner Agentur für Arbeit. Die Idee dahinter: Auch Kinder im Grundschulalter setzen sich mit ihrer beruflichen Zukunft auseinander. Sie äußern Berufswünsche oder interessieren sich für die Berufe ihrer Eltern und Verwandten. Und was nicht außer Acht gelassen werden darf: Bereits im Grundschulalter erfahren Kinder Druck, der oft wie ein bitterer Beigeschmack auf der späteren Berufswahl lastet. Besonders ernst wird es in der vierten Klasse, wenn der Übertritt ansteht und die Frage nach der weiterführenden Schule aufgeworfen wird. Immerhin, so die Meinung der meisten Eltern, beeinflusst diese Entscheidung grundlegend die berufliche Entwicklung.

Druck spüren auch schon Grundschulkinder

Druck, Verpflichtung und Verantwortung, diese Begriffe fielen auch in dem Workshop, den wir auf der Tagung angeboten hatten. Anliegen der Philosophischen Lebens- und Berufsorientierung ist es, Druck zu nehmen. Die Kinder und Jugendlichen sollen darin bestärkt werden, sich eigene Wege und Möglichkeiten zu erschließen. Entsprechend lautete auch der Titel des Workshops: „Philosophische Berufsorientierung. Wie sich Kinder und Jugendliche philosophierend neue Wege und Möglichkeiten erschließen.“ Die Akademie bietet bereits seit 2015 in Gymnasien und Realschulen Workshops zum Thema Berufsorientierung an. Die Workshops unterstützen Jugendliche dabei herauszufinden, wer sie sind, was ihnen wichtig ist und was sie aus sich und ihrem Leben machen möchten.

Ich wünsche mir eine Berufungsberatung!

Die Teilnehmer des Workshops durften die Herangehensweise gleich selbst ausprobieren. Wovor würden Sie am liebsten davonlaufen? Wohin möchten sie als nächstes? Was lässt ihr Herz höher schlagen – positiv wie negativ? Was geht Ihnen gut von der Hand? Diese Fragen fungierten als Türöffner für das Gespräch: Sind Beruf und Berufung miteinander vereinbar? Das besondere an der Philosophischen Lebens- und Berufsorientierung, auch in der Grundschule: Kinder stellen Fragen und wir Fragen zurück. Es geht darum, einen Raum zu schaffen, in dem den Kindern zugehört wird. Der sie zur Reflexion anregt und neue Perspektiven eröffnet. So kann Kindern bereits in jungem Alter eine Hilfestellung ermöglicht werden. Ein Gedanke aus der Blitzlichtrunde bringt diesen Gedanken vielleicht auf den Punkt: „Es gibt viele Berufsberatungen. Ich wünsche mir eine BERUFUNGSberatung.“

 

Die nächste Reihe „Philosophieren in der Berufs- und Lebensorientierung“ startet am 12. und 13. November bei uns in München.

 

 

 

 

GIVE AWAY: Fortbildungsplatz in der neuen F-Reihe am 23./24. Mai in München

Es ist wieder soweit: am 23./24. Mai 2019 findet das erste Modul der neuen F-Reihe statt und Caroline Hosmann verlost an einen von euch einen Fortbildungsplatz im Wert von über 200 Euro!

Im ersten Modul geht es darum, eine Sensibilität für (Kinder-) Fragen wie für philosophische Fragen zu entwickeln und die Rahmenbedingungen für philosophische Gespräche zu entwickeln. Es werden die notwendigen Voraussetzungen für erste Umsetzungen erarbeitet. Die (Zusatz-) Ausbildung ist insbesondere auf die Lebenswelten Kindergarten, Grundschule und 5.-6. Klasse ausgerichtet, eignet sich aber auch super als Einstieg in das Philosophieren mit allen Altersstufen!

Weitere Informationen zum Modul und zu den Teilnahmevoraussetzungen findet ihr auf Caros Homepage:

https://www.naturkinder.com/was-ist-glueck-philsophieren-m…/

Viel Erfolg!!