Die Philosophierende Schule | Baden-Württemberg

Die Philosophierende Schule

Projektlaufzeit 2020 – 2021

I

Seit 2015 führen wir Projekte in Baden-Württemberg durch, die das Ziel haben, das Philosophieren als Methode und Bildungsprinzip im schulischen Kontext zu verankern. „Die Philosophierende Schule” ist das laufende Projekt und wird  – wie alle vorherigen Projekte auch – durch die Karl Schlecht Stiftung gefördert.

“Beim Philosophieren kriegt man den Mut wieder.

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“Dass man was sagen kann, was man sich oft nicht traut. Manchmal hat man auch vorher gar nicht gewusst, dass man soviel weiß.“

Grundschulkinder

Über das Projekt

Motivation

Warum Philosophieren? Kinder und Jugendliche wachsen in Deutschland mit einem breiten Zugang zu individuellem wie kollektivem Wissen auf. In dezentralen Strukturen werden immense Mengen an Wissen generiert und über verschiedene Kanäle werden bereits junge Menschen laufend mit Informationen konfrontiert. Um sich in dieser Situation orientieren zu können ist es wichtig, dass Kinder von klein auf lernen eigenständig zu denken, das eigene Handeln in Beziehung zur Welt zu setzen und zu reflektieren sowie eine innere Haltung der Neugier, aber auch des kritischen Hinterfragens zu entwickeln.

In den neuen Lehrplänen sind diese Bildungsziele an vielen Stellen formuliert. Für die Umsetzung in die Praxis bietet das Philosophieren mit Kindern enorme Chancen.

Wirkung

Die Frage nach dem „Wozu?“ muss sich heute jeder pädagogische Ansatz gefallen lassen. Die Antworten fallen je nach Altersgruppe anders aus und eröffnen ein breites Spektrum an sprachlichen und kognitiven Fähigkeiten, Aspekten der Persönlichkeitsentwicklung, Lebensorientierung und Werthaltung sowie sozialen, ethischen und demokratischen Kompetenzen. Ein großer Unterschied zu anderen Ansätzen ist allerdings: man muss diese Dinge beim Philosophieren nicht bewusst fördern – sie entstehen sich als eine Art „Nebenprodukt“.

Das Philosophieren ist als Prinzip und methodische Ergänzung zu den vielfältigen anderen wertvollen Unterrichtsmethoden gedacht. Es ist – einmal erlernt und die philosophische Haltung verinnerlicht – ohne großen Aufwand in den Schulalltag zu integrieren.

„Das gemeinsame Philosophieren ist eine wertvolle Bereicherung für unsere Schule. Die Atmosphäre füllt dabei spürbar unser Haus mit Ruhe, Wertschätzung, Zugewandtheit und Vertrauen. Deshalb machen wir weiter.”

Schulleiterin Susanne Junker, zertifizierte Philosophierende Grundschule Schuttertal

Projektbausteine

Philosophierende Grundschule

Im Mittelpunkt des Projekts sollen zwei neue philosophierende Modell-Grundschulen und die damit verknüpften, individuellen Schulentwicklungsprozesse stehen.

Basisausbildungen

Darüber hinaus werden zwei  Basisausbildungen zur Philosophischen Gesprächsführung mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten für Lehrer*innen aller Schularten angeboten.

Schnupperfortbildungen

Das Projekt umfasst außerdem Schnupperfortbildungen zum Philosophieren in der Schule für angehende Lehrkräfte an vier Seminarstandorten.

Ort der Philosophischen Bildung

Die bereits zertifizierte philosophierende Grundschule Schuttertal wird auf ihrem Weg hin zum „Ort der philosophischen Bildung“ weiter begleitet. Die Grundschule Schuttertal erreichte den zweiten Platz beim Deutschen Schulpreis 2020.

Trainerausbildung

Auch das Trainernetzwerk der Akademie wird in Baden-Württemberg im Rahmen der aktuellen Trainerausbildung erweitert, um den Ansatz in der Region nachhaltig weiterführen zu können. Die beiden kofinanzierten Plätze sind bereits vergeben.

Projektpräsentation

In der Projektpräsentation finden Sie alle weiterführenden Informationen zu den einzelnen Angeboten.

Partner und Netzwerke

 

Blick ins Projekt

Kontakt aufnehmen

Elisabeth Ellenrieder

Projektleiterin

Sind Sie neugierig geworden? 

Wenn Sie Interesse am Thema Modellschule haben, eine Schnupperfortbildung an Ihr Seminar holen oder sich zu einem Angebot in Baden-Württemberg anmelden wollen, wenden Sie sich an Elisabeth Ellenrieder. Sie steht auch für Fragen zur Verfügung.

Förderung