Ich werde es schaffen! – Abschlussfeier bei ChancenGleich

„Wir waren so eine besondere, tolle Gruppe!“ „Das Besondere war: wir hatten hier einen safe space! Wir konnten uns öffnen.“ „Ich habe viel über mich gelernt und meine Wünsche.“ „Ich habe mich besser kennen gelernt.“ „Die Workshops waren etwas ganz Neues für mich, ich habe so etwas noch nie erlebt.“ „Die Arbeit mit den Visionboards war sehr hilfreich.“ „Das Turmspiel: wir hatten viel Spaß!“ „Ich war hier sehr glücklich.“ „Ich bin mir noch sicherer, dass ich es schaffen werde.“

Zehn Abende hatten wir zusammen. Gestartet ist die zweite offen ausgeschriebene Reihe für Geflüchtete Anfang März, gestern haben wir den Abschluss gefeiert. Das besondere an diesem Projekt: jede Gruppe, die wir hier begleiten, hat eigene Bedarfe, Bedürfnisse, die es herauszuarbeiten gilt. Niemand weiß am Anfang, wohin der Zug fährt…

In den ersten Workshops suchten wir nach dem Gefühl von Gemeinschaft, nach Gemeinsamkeiten, nach individuellen und kulturellen Besonderheiten. In philosophischen Gesprächen, spielerisch, auf kreativen Wegen suchen wir danach, was im Leben wichtig war und ist, welche Wünsche, Ziele und Energiequellen es gibt.

Später übersetzen wir, was jede*r für dich erkannt hat, in Möglichkeiten: wie kann ich meine Ziele erreichen? Was brauche ich dafür? Und: was kann ich teilen, in die Gesellschaft geben? – Das ist auch eine Art, sich zu integrieren und integriert zu werden: sich zeigen und anbieten.

Wie das professionell gehen kann, referierte zum Abschluss Andrea Weller, Bussiness und Systemischer Coach,  die viele Infos mitbrachte, wie und wo man sich bewerben kann und was man dabei (in Deutschland) beachten sollte.

Das Feedback fiel warm und facettenreich aus: viele konnten ihr Deutsch und ihren Wortschatz verbessern, konnten ihre Angst, in der fremden Sprache oder vor Unbekannten zu sprechen, überwinden. Wo so viele unterschiedliche Kulturen zusammentreffen, konnte man Neues lernen und neue Bekanntschaften schließen.

Das Schönste war am Ende: gemeinsam, mit den Kindern, essen, spielen und reden. Auf dem Buffet spiegelte sich die Vielfalt mit feinen Sachen aus Indien, Russland, Syrien, der Ukraine, Albanien und Marokko…
Danke allen, die dabei waren.

Ein Beitrag von Julia Blum-Linke