Erste „Philosophierende Grundschule“ in Schuttertal / Baden-Württemberg zertifiziert

Erste „Philosophierende Grundschule“ in Schuttertal / Baden-Württemberg zertifiziert

An der Grundschule in Schuttertal wurde in einem zweijährigen Schulentwicklungsprozess das Philosophieren in den Unterrichtsalltag integriert. Philosophie ist dabei kein Unterrichtsfach, es wird vielmehr immer dann Philosophiert, wenn die Kinder eine für sie existenzielle Frage beschäftigt. Am 07.11.2019 wurde die Grundschule in Schuttertal nun als erste „Philosophierende Grundschule“ von der Münchner Akademie für Philosophische Bildung und WerteDialog zertifiziert.

„Wir sind stolz auf unsere Grundschule. Sie beweist Mut und macht Dinge anders. Dieser Mut wird heute belohnt“, lobte Bürgermeister Carsten Gabbert das Engagement. Die Lehrerinnen absolvierten mehrere Fortbildungen und trugen den umfangreiche Evaluierungsprozess mit. Finanziert wurde das Projekt durch die Karl Schlecht Stiftung –  an diesem besonderen Anlass vertreten durch Senior-Bildungsreferent Frank Henssler. Unter den Ehrengästen war auch Volker Schebesta, Staatssekretär im Kultusministerium. Er wandte sich in seiner Rede direkt an die Kinder: „Wenn Kinder Fragen stellen, dann werden wir Erwachsenen wieder aufmerksam. Also Kinder, stellt viele Fragen“.

Beim Philosophieren geht es immer darum, ein Stückchen weiter zu kommen und den Blick zu schärfen, Selbstverständliches zu hinterfragen und Dinge neu zu denken. An diesem Tag wurde in den Klassenzimmern u.a. über das Thema „Anderssein“ philosophiert. Die Kinder stellten z.B. fest, „jeder ist auf seine Art normal und auf seine Art anders“ oder – in Anlehnung an das Grundgesetz – „man darf niemanden ausschließen, auch wenn er beispielsweise aus einem anderen Land kommt oder an einen anderen Gott glaubt“. Die Schulleiterin Susanne Junker bekräftigte: „Das gemeinsame Philosophieren ist eine wertvolle Bereicherung für unsere Schule. Die Atmosphäre füllt dabei spürbar unser Haus mit Ruhe, Wertschätzung, Zugewandtheit und Vertrauen. Deshalb machen wir weiter“.

 
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