Philosophieren im Kloster Beuerberg: TV-Dokumentation über das philosophische Gespräch

Julia Potthoff ist Grundschullehrerin und absolvierte bereits 2008 unsere Fortbildung in philosophischer Gesprächsführung. Seit jeher philosophiert sie mit ihren Schüler*innen über die großen Fragen des Lebens. Heute besuchte sie gemeinsam mit ihrer Klasse das Kloster Beuerberg, um sich die Ausstellung „Das Spiel beginnt“ anzuschauen. Anschließend wurde mitten auf dem Spielfeld von „Reise in die Ewigkeit“, zwischen den Himmel und Hölle Kulissen, zum Thema „Spiel“ philosophiert.

Warum spielen Menschen, was bewirkt das Spiel und was ist eigentlich ein „Spiel“?

Für eine TV-Dokumentation der Sendereihe Lebensformen des Evangelischen Fernsehen/ SAT.1 wurde die Klasse von einem Fernsehteam begleitet.
Welchen Wert und Nutzen das Philosophieren birgt, wieso Julia Potthoff regelmäßig mit ihren Schüler*innen philosophiert und wie ein philosophisches Gespräch aussieht, wird demnächst in der TV-Dokumentation ausgestrahlt. Sendetermin war am Samstag, 29. September um 17.00 Uhr auf SAT.1 Bayern.

Und wer den Beitrag verpasst hat, kann ihn hier noch eine Zeit lang „nach-sehen“.

 

Das Bildungsfestival in Essen

Am 30. Juni fand in Essen das Bildungsfestival statt – und wir waren mit dabei!

Vormittags veranstalten wir einen Workshop zum Thema Diversität: Gemeinsam gingen wir dem Phänomen „Vorurteil“ auf den Grund. Vorurteile sind allgegenwärtig – entweder sie werden einem entgegengebracht, oder man hat sie selber. In unserem philosophischen Gespräch widmeten wir uns den schlechten UND den guten Aspekten. Ohne Vorurteile – so Evolutionsbiologen- hätte die Menschheit nicht überlebt, denn sie ermöglichen eine rasche Einschätzung der Umgebung. Brauchen wir also Vorurteile? Die Schüler erkannten schnell, dass der reflektiere Umgang mit Vorurteilen das ist, worauf es ankommt, um ein Miteinander in einer diversen Gesellschaft zu gewährleisten.
Nachmittags vertraten wir einen Festivalstand zum Thema Nachhaltigkeit und betrachteten den Weg der Banane. Die beliebteste tropische Frucht legt einen weiten Weg zurück und viele verdienen an ihr. Doch diejenigen, die am härtesten und unter den schlechtesten Bedingungen arbeiten, erhalten gerade mal 4 %! Doch nicht nur die Arbeiter leiden unter der Bananenproduktion. Auch die Umwelt ist betroffen: Intensive Anbaumethoden verursachen schwere Umweltschäden und Plantagenbesitzer geben mehr Geld für Agrarchemikalien aus als für ihre Arbeiter, wobei 85% der per Flugzeug gesprühten Chemikalien nicht mal auf der Plantage landen.
Gemeinsamen erarbeiteten wir Wege und Möglichkeiten, um dieser Ungerechtigkeit entgegenzuwirken.
Ein toller und anregender Tag im Unperfekthaus!

Die Akademie Kinder philosophieren erhält das Qualitätssiegel „Umweltbildung.Bayern“

Die Akademie ist Trägerin des Qualitätssiegels Umweltbildung.Bayern

München, 18. Mai 2018. Der Bayerische Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz, Dr. Marcel Huber zeichnet die Akademie Kinder philosophieren der gfi gGmbH für das Projekt „Junge Vor!Denker“ mit dem Qualitätssiegel „Umwelt.Bildung“ aus.

Mit dem Qualitätssiegel werden Einrichtungen ausgezeichnet, die bayernweit die Leistungen und Chancen der Umweltbildung als erste und wichtige Säule einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) stärken. Die Akademie engagiert sich seit 2010 gemeinsam mit der  Eberhard-von-Kuenheim-Stiftung der BMW AG mit dem Projekt Junge Vor!Denker für ein ethisch fundierte BNE ab dem Kindergartenalter.

Philosophieren in der Bildung für nachhaltige Entwicklung

Aus diesem Projekt entwickelte sich bis 2015 eine Fortbildungsreihe, die inhaltlich zunächst die Frage nach der Nachhaltigkeit im Allgemeinen, den Bereich der ökologischen Systeme, Funktionsweisen ökonomischer Systeme sowie die Bedingungen sozialer Systeme in den Blick nimmt. Sie wendet sich speziell an BNE- und Umweltpädagog*innen. Grundsätzlich richtet sie sich aber an alle, die die Reflexion über Themen der Nachhaltigkeit in ihre Arbeit aufnehmen möchten. In den Fortbildungen wird den Pädagog*innen eine Methodik zum Philosophieren mit Kindern und Jugendlichen über Zukunftsfragen bzw. im Rahmen der Umweltbildung vermittelt.

In den philosophischen Runden reflektieren die Kinder die Bedeutung ihres eigenen Handelns und die Konsequenzen, die es für andere und für die Zukunft unserer Umwelt hat.

“Verantwortung zu bekommen ist ein gutes Gefühl, weil derjenige, der einem die Verantwortung gibt, glaubt, dass man gut ist.” (Grundschulkind im Projekt Junge Vor!Denker)

Mit der Auszeichnung erhält die Akademie die Möglichkeit, sich in bayernweiten Projekten zur Intensivierung der Umweltbildung zu engagieren.

Literaturtipp

Folgendes Buch von Frédéric Lenoir möchten wir Dir ans Herz legen:

„Der kleine Philosoph“

Philosophieren ermöglicht kreatives Denken und eigenständiges Urteilen. In zahllosen Workshops hat Frédéric Lenoir Kinder im Alter zwischen sechs und zehn Jahren angeleitet, sich über existentielle Themen wie Glück, Liebe oder den Sinn des Lebens auszutauschen – mit überwältigendem Erfolg!

Dem Geist der Antike nach dient Philosophieren dazu, Freiräume für das Denken zu schaffen. Damit geht es nicht in erster Linie um den Erwerb von Wissen, sondern vielmehr um die Entwicklung von eigenen Ideen und die persönliche Reflexion. Frédéric Lenoir verdeutlicht, dass schon Kinder im Alter von sechs Jahren erstaunliche Fähigkeiten besitzen, ihr geistiges Potential zu entfalten und selbstständig zu einer Einschätzung zu gelangen. Doch es bedarf der Anregung des kindlichen Denkens. Unter Lenoirs Anleitung philosophierten Hunderte von Kindern mit großer Freude und erstaunlichem Gewinn. In diesem Buch zeigt er, weshalb schon im frühen Kindesalter mit dem Philosophieren begonnen werden sollte und wie mit Feingefühl und Geschick Kinder zu kleinen Philosophen werden. Ein außergewöhnliches Abenteuer, auf das es sich einzulassen lohnt!

»Mama, wenn ich mir vorstelle, dass ich siebeneinhalb Jahre warten musste, bevor ich philosophieren konnte!«
Julien, 7 Jahre

»Wenn du philosophierst, vergisst du alles.«
Texane, 9 Jahre

»Wenn man nicht unsterblich ist, nutzt man alle Dinge und das Leben viel mehr.«
Alice, 12 Jahre

»Freude ist etwas, was ich gern habe. Glück ist etwas, was ich mit anderen teile.«
Marie, 9 Jahre

»Sobald wir jemanden sehen, den wir mögen, macht es piep piep in unserem Herzen.«
Christophe, 10 Jahre

»Die Terroristen lieben es, zu töten. Aber vielleicht, weil sie das Leben nicht lieben und deshalb unglücklich sind.«
Anton, 7 Jahre

Wir sind umgezogen!

Alles neu macht der Mai:

Wir sind umgezogen, nach München-Obersendling, in die Baierbrunner Straße 27. Wir haben nun mehr Platz und sogar einen Seminarraum vor Ort!

Per Mail und Telefon könnt ihr uns weiterhin ganz normal erreichen. Nur unsere Postanschrift ändert sich:

Akademie Kinder philosphieren der gfi gGmbH
Baierbrunner Straße 27
81379 München

Wir freuen uns, euch in unseren neuen Räumen begrüßen zu dürfen!

Das Team der Akademie Kinder philosophieren

Philosophieren in der Ferienbetreuung: „Unterwegs sein“

Am 29.03.2018 besuchten wir, Petra und Aylin aus der Akademie, die Ferienbetreuung der Grundschule an der Plinganserstraße in München. Mit im Gepäck ein großes Brownpaper, ein Buch und nicht zu vergessen: der Gesprächswuschel!

             

Um den Raum vorzubereiten, treffen wir schon vor den Kindern ein. In unserer philosophischen Einheit setzen wir uns dann in einem Stuhlkreis zusammen. Die Kreismitte dekorieren wir passend zum Thema der Woche „Ich bin unterwegs“.

Damit sich die Runde auf ein Gespräch einstimmen kann, beginnen wir den Tag, indem sich jeder mit seinem Namen vorstellt. Außerdem fragen wir nach, ob die Kinder auch wissen, wieso ihre Eltern ihnen diesen Namen gegeben haben oder was ihr Name bedeutet.

„Wir werden heute philosophieren, weiß denn jemand, was das ist?“
Auf diese Frage wissen die Kinder – noch – keine Antwort. Es ihnen aber nur zu erklären wäre viel zu einfach – sie sollen es selber herausfinden! Wir erzählen den Kindern, dass irgendwo im Raum ein Gegenstand versteckt ist, wie dieser aussieht und dass sie ihn finden sollen. Die Kinder brechen auf und suchen überall – bis sie auf unser mitgebrachtes Buch stoßen.

Das ist Philosophieren:

… eine Suche. Man schaut genauer hin und sucht an Stellen, an denen man sonst nicht nachsehen würde.

Bevor das Philosophieren losgehen kann, werden noch kurz die Regeln eines philosophischen Gespräches erläutert, die die Kinder unterschreiben. Eine besonders wichtige Regel dabei ist, dass es keine richtige oder falsche Antwort gibt und, dass niemand für seine Meinung beurteilt oder gar ausgelacht wird. Nur derjenige mit dem Wuschel redet. Die anderen hören zu, ohne zu unterbrechen.

Die Ohren werden massiert und „gespitzt“, damit die Kinder besser zuhören können. Denn der Einstieg in das Gespräch erfolgt durch das Buch „Oh, wie schön ist Panama“. Es handelt von zwei Freunden, die sich auf den Weg in das Land ihrer Träume Panama begeben.

Unterwegs sein – was heißt das?

Auch die Kinder der Ferienbetreuung waren, wie Bär und Tiger aus der Geschichte, an jedem Tag der Woche unterwegs und wir wollen wissen, wo sie überall waren. Die Woche wird reflektiert und wir sprechen über verschiedene Aspekte, rund um das Thema „Unterwegs sein“. Wir wollen wissen, wie es sich anfühlt, unterwegs zu sein, worauf man achten muss, woher man weiß, wo es hingeht und wen oder was man dabei hat. Auf die Frage „Was heißt unterwegs sein“ werden zahlreiche Antworten genannt– jeder versteht etwas anderes darunter. Auf die Frage hin „Was ist das Gegenteil?“, verstummen die Kinder. Aber auch darauf finden sie eine Antwort: „Zu Hause auf der Couch liegen und faul sein!“

Um die Ergebnisse der philosophischen Runde festzuhalten, gehen wir nach nebenan und gestalten eine Gedankenkarte. Wir legen das große Brownpaper sowie zahlreiche Kataloge aus. Aus den Katalogen dürfen die Kinder alles ausschneiden, um so die Antworten auf die zuvor besprochenen Fragen visuell festzuhalten. (Nicht nur) die Kinder haben großen Spaß dabei, die große Collage anzufertigen!

Nach der Mittagspause gehen wir wieder in unsere philosophische Höhle. Um die Kinder erneut für das Philosophieren zu sensibilisieren, macheen wir ein Wahrnehmungsspiel. Hierfür geben wir eine Tüte mit Popcorn herum und jeder darf sich ein Popcorn nehmen. Anschließend betrachtet jeder sein Popcorn, die Farbe, die Ausprägung, wie es riecht und wie es sich anhört, wenn man das Popcorn ans Ohr hält und darauf rumdrückt. Sofort kehrt Ruhe ein. Die Kinder haben sichtlich Spaß dabei, einem Gegenstand, der sonst ohne Umschweife im Mund landet, besondere Aufmerksamkeit entgegenzubringen.

Die Geschichte von Bär und Tiger wird fortgesetzt und zu Ende gelesen. Ausgehend von der Pointe der Geschichte sprechen wir nicht mehr über das „Unterwegs sein“ an sich, sondern die Bedeutung dahinter und was den Kindern das „Allerwichtigste“ ist.

Die Familie heben die Kinder dabei besonders hervor. Das ZUSAMMENsein ist wichtig, „wichtiger als essen und trinken!“ Und wenn es regnet und man lieber daheim bleibt ist das auch schön, Hauptsache die Familie ist zusammen. „Auch wenn mich Papa manchmal sauer macht, ist er ganz tief hier drinnen“, sagt Pauline und deutet auf ihr Herz.

Den Ausstieg aus dem philosophischen Gespräch gestalten wir anhand von Bildern. Auf diesen sind verschiedene Orte abgebildet: „An welchen Ort würdet ihr reisen?“ Interessante Orte mit interessanten Begründungen werden genannt. Ein perfekter Abschluss für unseren philosophischen Tag in der Ferienbetreuung.

Die Jungen Vor!Denker brauchen eure Unterstützung!

„Junge Vor!Denker – Philosophieren über Zukunftsfragen und Nachhaltigkeitsthemen“

Die Sparda-Bank München unterstützt in ihrem Wettbewerb „Werte-Botschafter“ gemeinnützige Einrichtungen in Oberbayern und Wir haben es in die Online-Abstimmung geschafft!

Unser Projekt „Junge Vor!Denker – Philosophieren über Zukunftsfragen und Nachhaltigkeitsthemen“ (in Kooperation mit der Eberhard-von-Kuenheim-Stiftung) bringt Kindern und Jugendlichen das Thema Nachhaltigkeit nahe – ohne Schreckensszenarien und erhobenen Zeigefinger, sondern mit Freude am Gestalten der Zukunft!
Kinder und Jugendliche haben das Bedürfnis, ihre Welt selbst zu gestalten. Sie beobachten und hinterfragen dabei vieles, was für Erwachsene selbstverständlich ist. In der philosophischen Runde erleben sie besondere Wertschätzung für ihre eigene Meinung. Gleichzeitig lernen sie die Ansichten der anderen kennen und sprechen gemeinsam über ihre Ideen. Neue Erkenntnisse können in Aktionen umgesetzt werden – so entwickelt sich über das eigene Handeln eine bewusste Haltung: Ich kann die Welt mitgestalten und Einfluss auf den Lauf der Dinge oder das soziale Miteinander nehmen.

Dieses Konzept liegt der Ausbildung „Junge Vor!Denker“ zugrunde. Sie wendet sich an Erzieher und Lehrkräfte der Grundschule, die in praxisnahen Fortbildungen Denkwerkzeuge des Philosophieren mit Kindern erlernen und für die Notwendigkeit des nachhaltigen Handelns sensibilisiert werden. Ein Projekt, das wegweisend für die Zukunft ist und sowohl bei den Kleinen wie auch bei den Großen auf großes Interesse stößt.

Vom 19. März bis 30. April 2018 habt Ihr die Möglichkeit  unter www.werte-botschafter.de für die Akademie Kinder philosophieren und das Projekt „Junge Vor!Denker“ abzustimmen.

So könnt Ihr uns helfen:

1)      Geht auf www.werte-botschafter.de

2)      Stimmt bis zum 30. April 2018 für uns ab

3)      Erzählt auch Euren Freunden und Eurer Familie vom Online-Voting – denn jede Stimme zählt!

Vielen Dank!

„Das Projekt Junge Vor!Denker (die Fortbildung) leistet einen wichtigen Beitrag zur Werteerziehung. Im philosophischen Gespräch erfahren die Heranwachsenden in spielerischer Art und Weise Orientierung im Hinblick auf eine lebenswerte Zukunft – durch kritisches Nachfragen, (…) Argumentieren (und) den vertrauten Umgang mit Begriffen und Kategorien im Kontext der Nachhaltigkeit.“

 Dr. Ludwig Spaenle, Bayerischer Staatsminister für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst

 

Autorin des Beitrags: Diana Schick

180 Besucher beim Wertepodium in Tutzing

Was macht eine „Familie“ aus?

Es kommt auf die Perspektive an, aus der man den Begriff betrachtet: man kann sie rechtlich definieren oder kulturell, persönlich oder als gesellschaftliches Konstrukt versuchen zu fassen – die Frage nach dem Wesen oder dem, was Familie im Kern ausmacht, bleibt offen und blieb es auch an diesem spannenden Abend in der Akademie für politische Bildung in Tutzing.

Insofern eignete sich die Frage durchaus als eine für ein Philosophisches Podium, ein Format, das wir am vergangenen Dienstag (gemeinsam mit der Stiftung Wertebündnis und dem Bayerischen Ministerium für Arbeit, Soziales, Familie und Integration) so zum ersten Mal in der Öffentlichkeit präsentiert haben.

Werte.Dialog.Integration. – ein Philosophisches Podium über die Frage nach dem Wert der Familie in einer multikulturellen Gesellschaft

Unter diesem Titel haben wir am 9. Januar nach Tutzing am Starnberger See eingeladen. Wir wollten unser Wertebildungs-Projekt, vor allem aber die Methodik der Philosophischen Gesprächsführung als Weg zur Verständigung über gemeinsame Werte der Öffentlichkeit vorstellen.

Als Gäste im Podium durften wir neben Dr. Markus Gruber (Ministerialdirektor im Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration) Alois Glück (Landtagspräsident a.D. und Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung Wertebündnis Bayern) und Christian Springer (Kabarettist und Gründer des Orienthelfer e.V.) begrüßen, außerdem Hannah Imhoff und Uri Sharell (als Vertreter der Münchner Schülerschaft), Anke Mai vom BR (Programmbereichsleiterin Kultur), Matthias Fack (Präsident des Bayerischen Jugendrings) und aus der Unternehmensgruppe Michael Mötter (stellv. Geschäftsführer des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft (bbw) e. V.). Moderiert haben den ersten Teil des Abends Roswitha Wiesheu und Christophe Rude als so vertrautes wie erfahrenes Akademie-Gespann.

Der Abend fokussierte das Thema Familie: persönliche Erfahrungen, mit dem Begriff verbundene Vorstellungen, Bilder, Werte wurden besprochen… Im zweiten Teil vertiefte Sinan von Stietencron in der Rolle des Moderators das Gespräch und führte es von der Podiumssituation schließlich in die uns vertraute philosophische Runde. Mittels „Fishbowl“-Prinzip konnte sich das Publikum beteiligen, sich einbringen und auch wieder ausklinken, in der Regel waren ein bis zwei Plätze frei, und so blieb es bis zum Schluss ein bewegter (und teils auch bewegender) Abend.

Dass die Atmosphäre so entspannt und trotz großem Andrang „knisternd“ war, wie uns hinterher versichert wurde, lag auch am Rahmen: die bayrisch-arabischen Klänge des „Musik schafft Heimat“-Ensembles (Bayerische Philharmonie), ein feines Buffet, guter Wein und nicht zuletzt die Umgebung haben dazu beigetragen, dass das erste „Wertepodium“ der Akademie zu einer schönen Auftaktveranstaltung fürs neue Jahr geworden ist.

Danke an Isabelle Dinter (graphic recording), Barbara Lex (Fotos) und Maria Rilz (Film) für die dokumentarische Begleitung des Abends.

Wertepodium mit Alois Glück und Christian Springer

Welchen Wert hat Familie in einer multikulturellen Gesellschaft? Welche Werte verbinden die Menschen in unserem Land? Welche Bedeutung hat der Wert „Gemeinschaft“? Wie werden die Werte gelebt?

Gemeinsam mit der Stiftung Wertebündnis und dem Bayerischen Ministerium für Arbeit, Soziales, Familie und Integration dürfen wir zu einen besonderen Termin einladen:

Werte.Dialog.Integration. – ein Philosophisches Podium über die Frage nach dem Wert der Familie in einer multikulturellen Gesellschaft

Am 9. Januar 2018, ab 18 Uhr findet das Philosophische Podium in der Akademie für Politische Bildung Tutzing, u.a. mit Alois Glück (Landtagspräsident a.D.), Michael Mötter (bbw e.V.) und Christian Springer (Orienthelfer e.V.) statt.

Der Abend fokussiert das Thema Familie sowie damit verbundene Werte.

Darüber hinaus fragen wir: Welche Werte verbinden die Menschen in unserem Land? Welche Bedeutung haben in unserer Gesellschaft Werte wie „Familie“ und „Gemeinschaft“? Wie werden sie gelebt?

Die verschiedenen Vorstellungen von Zusammenleben in einer demokratischen Gemeinschaft laden zur Auseinandersetzung im philosophisch ausgerichteten Wertedialog ein. Bei einem Podium mit namhaften Gästen aus verschiedenen gesellschaftlichen und kulturellen Bereichen (wie Alois Glück, Michael Mötter und Christian Springer) sollen unterschiedliche Perspektiven zu Wort kommen. Auch das Publikum darf unbedingt zu Wort kommen.

Du kannst Dich jetzt noch anmelden bei Julia Blum-Linke.

Was ist Liebe? – Philosophisches Café im HEi

Sich Zeit zu nehmen, die eigenen Gedanken zu sortieren, zu äußern und zu hinterfragen, kann im Alltag oft schwierig sein. Im HEi gibt es dafür Raum. Die lange Tradition des Philosophischen Cafés im HEi wird von uns als neuem Veranstalter weitergeführt. Diesmal haben wir uns die Frage gestellt, was Liebe eigentlich ist, oder viel mehr, was sie sein könnte.

Ist sie ein Gefühl? Gibt es nur eine Liebe? Wie ist sie entstanden?

Das ist nur eine Auswahl von all den Fragen, die uns umgetrieben, uns tiefer und immer wieder zu neuen Fragen geführt haben. Und auch hier mussten wir feststellen, dass es, wie immer in der Philosophie, nicht die eine Antwort gibt, dafür aber das beglückende Gefühl, am Abend ein bisschen fragender, ein bisschen bedachter, vielleicht sogar ein bisschen weiser nach Hause zu gehen.

Hast Du auch Interesse am Philosophieren?

Wenn Du Interesse daran hast, selbst mal zu sehen, wie die Akademie philosophiert oder auch erleben möchtest, was das Philosophieren mit Dir macht – wenn Du einfach mal Deinen Gedanken freien Lauf lassen möchten – dann bist Du herzlich eingeladen zu unserem nächsten Philosophischen Café am 11.12.2017 um 19 Uhr im Haus der Eigenarbeit zu kommen.

Es freuen sich das HEi und das Team der Akademie!